Eine User Journey zeigt das gesamte Erlebnis der Persona: was sie tut, denkt und fühlt – oft auch schon bevor sie das Produkt überhaupt nutzt. Sie ist breit angelegt und macht explizit Emotionen und Pain Points sichtbar. Ziel ist es, die Nutzererfahrung ganzheitlich zu verstehen, bspw. bei der Nutzung der Mensa-App, vom ersten Öffnen bis zum bezahlten Essen.
Sie macht sichtbar:
Warum ist das wichtig?
Beispiel 4: Journey Map aus “Collaborative UX Design” //
Für die in Abb. 2-3 vorgestellte Persona Marie wird ein typischer Ablauf von Tätigkeiten aufgezeichnet. Dabei wird in einem top-down Verfahren von einer allgemeinen Tätigkeit (rot) zu konkreten Ausführungen (hellblau) präzisiert.
Danach werden zu jeder Tätigkeit Annahmen (grün) getroffen, die i.d.R. mögliche Probleme umschreiben.

//Abb. 2-4: Beispiel einer Journey Map
Ein User Flow hingegen zeigt den konkreten Weg durchs Produkt: die einzelnen Klicks und Screens, Schritt für Schritt. Er bleibt eng am Interface, beginnt und endet meist innerhalb der App oder Website, und ist funktional statt emotional gehalten. Ziel ist es, konkrete Interaktionsschritte zu optimieren, etwa für Screens oder Wireframes.
📺 User Journey Map vs. User Flow
👉🏽 Die Journey Map erzählt die Geschichte der Persona inklusive Gefühlen auch ausserhalb des Produkts, der User Flow zeigt nur den konkreten Klickpfad innerhalb des Produkts. Journey Maps kommen meist früher im Prozess, um Verständnis aufzubauen, User Flows später, um die konkrete Umsetzung zu planen.