Im Scoping haben Sie sich auf eine Persona festgelegt, basierend auf Annahmen. Bevor Sie damit weiterarbeiten, müssen Sie überprüfen, ob diese Annahmen wirklich zur realen Zielgruppe passen. Das nennt man validieren.
Eine Persona ist erst dann valide, wenn sie nicht mehr nur auf Annahmen beruht, sondern auf echten, strukturiert erhobenen Nutzerdaten.
Interviews sind eine der wichtigsten Methoden der qualitativen UX-Forschung. Sie erfassen direkt aus erster Hand, wie Nutzer:innen denken, was sie erwarten und wie sie ein Produkt erleben.
Im UX-Prozess fragen Sie dabei gezielt nach:
Genauso wichtig ist der Kontext, in dem die Persona sich bewegt (Stichwort CUT-Analyse vom zweiten Kurstag):
Aus diesen Antworten entsteht ein ganzheitliches Bild Ihrer Nutzer:innen, die Basis für fundierte Anforderungen und eine nutzerzentrierte Gestaltung.
Damit Ihre Ergebnisse vergleichbar und aussagekräftig sind, beachten Sie fünf Punkte:
Nach dem Interview werten Sie die Antworten systematisch aus. Meist gehen Sie so vor:
Beispiel: In Interviews zu einer Mobilitäts-App äussern mehrere Personen den Wunsch nach einer besseren Haltestellenanzeige. Solche Aussagen fassen Sie unter einem gemeinsamen Thema zusammen, zum Beispiel „Informationsbedürfnis unterwegs“. So entsteht eine belastbare Grundlage für Ihre Designentscheidungen.