In der Synthese führen Sie alle Erkenntnisse aus dem Research zusammen und gleichen sie mit Ihren ursprünglichen Annahmen aus dem Scoping ab. So entsteht ein grundlegendes Verständnis dafür, welche Probleme Ihre Nutzer:innen tatsächlich haben und warum Sie genau dieses Produkt bauen.
Ziel sind evidenzbasierte, also durch echte Daten gestützte, Aussagen zu:
Am Ende wissen Sie als Team genau, was Ihre Nutzer:innen wirklich brauchen. Es entsteht ein vertieftes Verständnis für die Applikation, die Sie entwickeln wollen.

Synthese ist mehr als „Antworten zusammentragen“. Es ist eine eigene Denkarbeit, in drei Stufen:
Eine häufige Falle: Sie bleiben bei dem stehen, was Nutzer:innen wörtlich sagen, statt nach dem eigentlichen Bedürfnis dahinter zu fragen.
Beispiel: Jemand sagt „Ich möchte einen Knopf, der mir sofort zeigt, was heute im Angebot ist.“ Das ist ein Lösungsvorschlag, kein Problem. Die dahinterliegende Ursache könnte sein: „Ich will schnell entscheiden können, ohne lange zu suchen.“ Genau diese Ursache gehört in Ihre Persona und Ihre Journey Map, nicht der vorgeschlagene Knopf.
👉🏽 Fragen Sie sich bei jeder Aussage: Ist das ein Bedürfnis oder schon eine Lösung? Nur Bedürfnisse gehören in die Synthese.
Gerade weil Sie mit Proto-Personas gestartet sind, besteht die Gefahr, dass Sie in den Interviewdaten unbewusst nur das suchen, was Ihre ursprünglichen Annahmen bestätigt.
Fragen Sie sich deshalb aktiv:
Gerade die widersprüchlichen Aussagen sind oft die wertvollsten, sie zeigen, wo Ihre Annahmen falsch lagen.
Nach der Synthese ist Ihre Persona nicht mehr identisch mit der Proto Persona von vorher. Typische Veränderungen:
Quelle:
https://uxcel.com/lessons/design-processes-243