Aus den Interviews im Research-Prozess sind Informationen von realen Nutzern zusammengekommen, die es nun ermöglichen, die im Scoping „vermutete“ Persona zu überprüfen. Je nach Auswertung der Antworten können bei einer Persona die Angaben ergänzt, angepasst oder auch gelöscht werden.
Aus dem Beispiel wird ersichtlich, dass nebst den sehr rudimentär gehaltenen Infos aus dem Scoping nun eine umfassendere Beschreibung resultiert. Die Beschreibung soll es dem Team ermöglichen, sich besser in die entsprechenden Nutzer zu versetzen. Es dann eben nicht nur „eine Nutzerin“ oder „ein Nutzer“, sondern eine sehr konkrete Person(a).
Abb. 4-2: Detaillierte Persona
Definieren Sie zunächst die Art des Nutzers, den Ihre Persona widerspiegeln soll. Überlegen Sie, wie Sie Ihre Zielgruppen definieren, z. B. Eltern, Lernende usw.
Sobald Sie Ihren Nutzertyp definiert haben, kann es nützlich sein, zusätzlichen Kontext wie seine Organisation oder seinen Hintergrund anzugeben.
Betrachten Sie die Ziele als das, was Ihr Benutzer durch die Nutzung Ihres Produkts erreichen möchte. Möglicherweise gibt es eine Reihe von Zielen. Wenn dies der Fall ist, versuchen Sie, diese in einer Prioritätsreihenfolge zu organisieren.
Merkmale sollten weitere Informationen über die Eigenschaften Ihres Nutzers liefern. Dazu können Punkte wie Zeit, Einflussfaktoren und besondere Eigenschaften gehören.
Ähnlich wie bei den Zielen sollten Sie auch darüber nachdenken, welche Herausforderungen oder Probleme Ihre Nutzer haben könnten. Dabei kann es sich um allgemeine Herausforderungen handeln, die sich auf die Produktnutzung auswirken, oder um spezifische Probleme bei der Nutzung Ihres Produkts, die Sie berücksichtigen sollten.
Was benötigen Ihre Nutzer, wenn sie Ihr Produkt verwenden? Überlegen Sie, ob sie bereits Erwartungen an die Verwendung haben. Sie sollten auch den weiteren Kontext berücksichtigen, wie Erwartungen, die auf früheren Erfahrungen mit anderen Produkten oder ihren Nutzungsanforderungen.
Dokumentieren Sie die wichtigsten Aktionen, die Ihre Benutzer mit Ihrem Produkt durchführen. Versuchen Sie, diese in chronologischer Reihenfolge aufzulisten. Falls erforderlich, kann dies bei der Entwicklung einer User Journey Map helfen.