Jetzt wird's kreativ: Ziel der Ideation-Phase ist es, möglichst viele Ideen zu generieren, auch ungewöhnliche und noch unausgereifte. Aus dieser Vielfalt kann am Ende eine vielversprechende Lösung entstehen.
Wichtig dabei: Sie suchen bewusst Quantität vor Qualität. Je mehr Ideen auf dem Tisch liegen, desto grösser die Chance, dass eine gute darunter ist.
Die grösste Falle in dieser Phase: zu früh in fertigen Lösungen zu denken. Wer sofort eine ausgearbeitete Idee perfektionieren will, blockiert sich selbst und dem Team den Weg zu besseren Alternativen.
Deshalb gilt: Eine grobe Skizze reicht völlig aus, um eine Idee festzuhalten. Ein paar Striche, ein Stichwort, das genügt. Die Ausarbeitung kommt später.
Ideation startet nicht bei null. Die Grundlage bilden How Might We-Fragen („Wie könnten wir…“), die Sie direkt aus den Opportunity Areas Ihrer Synthese ableiten.
Eine gute How-Might-We-Frage ist offen genug, um viele Lösungsrichtungen zuzulassen, aber konkret genug, um nicht beliebig zu werden.
👉🏽 *Beispiel:* Aus dem Pain Point „Nutzer:innen wissen nicht, wann die Mensa was im Angebot hat“ wird die Frage: „Wie könnten wir Nutzer:innen jederzeit einen schnellen Überblick übers Tagesangebot verschaffen?“
Diese Frage öffnet den Raum für viele mögliche Ideen, statt schon eine Lösung vorwegzunehmen.
Um aus den How-Might-We-Fragen tatsächlich Ideen zu generieren, braucht es Struktur, sonst verläuft sich ein Brainstorming schnell im Kreis. Dafür gibt es verschiedene Kreativitätstechniken. Zwei davon schauen wir uns heute genauer an:
Beide Methoden verfolgen dasselbe Prinzip: erst viele Ideen sammeln, einzeln oder im Team, dann gemeinsam einordnen und weiterentwickeln.