Im Scoping-Prozess haben Sie sich auf eine Persona festgelegt, die mit der Anwendung interagiert. Wie weit diese Annahmen tatsächlich der realen Zielgruppe entsprechen, muss für den weiteren Verlauf des Projektes zwingend validiert (überprüft) werden. Eine Persona ist erst dann valide, wenn sie nicht nur auf Annahmen, sondern auf strukturiert erhobenen Nutzerdaten basiert.
Interviews gehören zu den zentralen Methoden der qualitativen UX-Forschung. Sie ermöglichen es, subjektive Sichtweisen, Erwartungen und Nutzungserfahrungen direkt aus erster Hand zu erfassen.
Im UX-Prozess konzentrieren sich Interviews gezielt auf die zukünftige oder bestehende Anwendung. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere:
Ebenso wichtig ist der Nutzungskontext:
Durch diese kontextbezogene Betrachtung entsteht ein ganzheitliches Bild der Nutzerinnen und Nutzer. Dieses bildet die Grundlage für fundierte Anforderungen und eine benutzerzentrierte Gestaltung der Anwendung.
Ein Interview muss gut vorbereitet sein, damit vergleichbare Ergebnisse gesammelt werden können. Die Fragen müssen zielgerichtet sein und vorteilhafte folgende Merkmale beachten:
Nach der Durchführung beginnt die systematische Analyse. Häufig werden die Interviews transkribiert (also verschriftlicht) und anschliessend codiert. Das heisst, bestimmte Aussagen werden thematisch markiert und in Kategorien eingeordnet.
Ein Beispiel: In Interviews mit Nutzer:innen einer Mobilitäts-App taucht mehrfach der Wunsch nach besserer Haltestellenanzeige auf. Diese Aussagen lassen sich unter dem Code „Informationsbedürfnis unterwegs“ zusammenfassen und bilden eine evidenzbasierte Grundlage für Designentscheidungen.
Ressourcen: https://www.softwareevaluation.de/de/methoden/interviews-im-ux-kontext/