LU01f - MVP & Kano-Modell

1. Ausgangslage

In der Produktentwicklung ist es entscheidend, Ideen früh zu testen und schnell aus Feedback zu lernen. Statt ein perfektes Produkt zu entwickeln, wird bewusst mit einer reduzierten Version gestartet.

Das Konzept des Minimum Viable Product (MVP) hilft dabei, eine Idee möglichst einfach umzusetzen und direkt mit echten Nutzer:innen zu überprüfen.


2. Was ist ein MVP?

Ein Minimum Viable Product (MVP) ist die kleinste funktionsfähige Version einer Idee, die bereits echten Mehrwert für Nutzer bietet.

Ein MVP muss immer ein konkretes Problem lösen.

Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern schnelles Lernen durch Feedback.


3. Ziel und Nutzen eines MVP

Ein MVP wird gebaut, um Hypothesen zu testen.

Typische Fragestellungen:

Ein MVP bietet folgende Vorteile:


4. Wie definiert man ein MVP?

Ein MVP besteht aus den minimal notwendigen Funktionen, die für Nutzer echten Wert liefern.

Die zentrale Frage lautet:

Hilfreiche Leitfragen:


5. Das Kano-Modell

Das Kano-Modell hilft dabei zu verstehen, welche Funktionen für Nutzer wichtig sind und wie sie deren Zufriedenheit beeinflussen.

Es unterscheidet drei Arten von Merkmalen:

Basismerkmale

Leistungsmerkmale

Begeisterungsmerkmale


6. MVP und Kano-Modell in der Praxis

Für die Entwicklung eines MVP gilt:

Ziel ist ein funktionierendes Produkt mit klarem Nutzen – ohne unnötige Komplexität.


7. MVP in agilen Methoden

In agilen Vorgehensmodellen wie Scrum wird ein MVP als Ausgangspunkt verwendet.

Ablauf:

Der Product Owner priorisiert die wichtigsten Funktionen.


8. Typische Fehler


9. Merksatz

Ein MVP ist das kleinste Produkt, das bereits echten Nutzen liefert.


© Elena Mastrandrea