LU01a - Arten von Daten

Ziel: Du kannst Variablen korrekt als qualitativ/quantitativ einordnen und das Messniveau (nominal/ordinal/intervall/ratio) bestimmen. Falls quantitativ: diskret/stetig.

Warum ist das wichtig?

Bevor du Daten auswertest, musst du wissen, welche Art von Daten du hast. Die Datenart entscheidet, was sinnvoll ist:

Diese Seite passt direkt zur Aufgabe: LU01.A01 - Datenarten klassifizieren.

Kurztheorie (Merksätze)

Achtung: Nur weil etwas wie eine Zahl aussieht, ist es nicht automatisch quantitativ.
HTTP-Statuscodes (200/404/500) sind meistens Kategoriennominal.

1) Zwei Hauptarten von Daten

1.1 Qualitative Daten (kategorisch)

Qualitative Daten sind Kategorien/Labels. Du arbeitest damit typischerweise so:

Informatik-Beispiele

1.2 Quantitative Daten (numerisch)

Quantitative Daten sind Zahlen, die zählen oder messen. Du kannst damit rechnen (je nach Messniveau sinnvoll).

Informatik-Beispiele

Merksatz:
Qualitativ = Kategorien/Labels.
Quantitativ = Zahlen zum Zählen/Messen.

2) Messniveau (Skalenniveau)

Das Messniveau sagt dir, was du über die Werte aussagen darfst.

2.1 Nominal: Kategorien ohne Reihenfolge

Informatik-Beispiele (nominal)

2.2 Ordinal: Kategorien mit Reihenfolge

Informatik-Beispiele (ordinal)

2.3 Intervall: Abstände sind sinnvoll, aber Nullpunkt ist willkürlich

Beispiel

2.4 Ratio: echtes Null (0 = nichts)

Informatik-Beispiele (ratio)

Quick-Check:
Wenn 0 wirklich „nichts“ bedeutet → meistens Ratio.
Wenn Werte nur Codes sind → meistens Nominal.

3) Diskret vs. Stetig (nur bei quantitativen Daten)

3.1 Diskret (gezählt)

Informatik-Beispiele

3.2 Stetig (gemessen)

Informatik-Beispiele

4) Typische Stolpersteine

  1. Nenne ein Beispiel für nominale Daten aus der Informatik.
  2. Ist „HTTP-Statuscode“ eher nominal oder quantitativ? Warum?
  3. „Anzahl Commits“: diskret oder stetig? Begründe mit 1 Satz.
  4. Was ist der Unterschied zwischen Intervall und Ratio?

Kevin Maurizi