Ziel: Du kannst erklären, was eine Normalverteilung ist, ihre Eigenschaften benennen und reale Beispiele dafür nennen.
Daten lassen sich auf ganz verschiedene Arten verteilt sein:
| Typ | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| Linksschief | Schweif zeigt nach links, Häufungen rechts | Sterbealter in entwickelten Ländern |
| Normalverteilt | Symmetrische Glocke, Häufung in der Mitte | Körpergrösse, Testergebnisse |
| Rechtsschief | Schweif zeigt nach rechts, Häufungen links | Einkommen, Wartezeiten |
In der Praxis begegnet uns die Normalverteilung sehr häufig – entweder weil Daten tatsächlich so verteilt sind, oder weil sie als Modell für Berechnungen dient.
Bei einer perfekten Normalverteilung fallen alle drei zentralen Lagemasse zusammen:
Dies passiert genau dann, wenn die Verteilung perfekt symmetrisch ist.
Die Glockenform ist links-rechts-symmetrisch um den Mittelwert μ. Das bedeutet:
Die Kurve nähert sich der x-Achse immer mehr an, erreicht sie aber nie (asymptotisch). Theoretisch können Werte beliebig weit vom Mittelwert entfernt sein – aber ihre Wahrscheinlichkeit wird extrem klein.
Viele reale Phänomene folgen näherungsweise einer Normalverteilung:
| Phänomen | Mittelwert (typisch) | Bemerkung |
|---|---|---|
| Körpergrösse (Frauen CH) | ≈ 165 cm | Grosse wie kleine Frauen seltener |
| IQ-Werte | 100 | σ = 15 per Definition |
| Blutdruck (diastolisch) | ≈ 80 mmHg | Natürliche biologische Streuung |
| Produktionsmasse (Industrie) | Sollmass | Maschinen schwanken leicht |
| Testergebnisse | Klassenmittel | Bei gut konstruierten Tests |
Wichtig: Die meisten realen Daten sind nur näherungsweise normalverteilt. Das Modell ist trotzdem sehr nützlich, weil sich damit Wahrscheinlichkeiten berechnen lassen.
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