berufsbeschreibung:thema:kap1

Informatikerinnen und Informatiker sind Spezialistinnen und Spezialisten für die Entwicklung, Einführung und Bewirtschaftung von ICT-Lösungen. Sie gewährleisten, dass die Wirtschaft die nötigen ICT-Mittel zur Verfügung hat. Informatikerinnen und Informatiker arbeiten in Betrieben unterschiedlichster Grössen sowie über alle Wirtschaftsbranchen hinweg. Dies sind einerseits Anwenderfirmen wie Banken, Verwaltungen oder Versicherungen, andererseits Angebotsfirmen wie ICT-Dienstleister oder ICT-Entwickler. Informatikerinnen und Informatiker sind spezialisiert in einer der zwei Fachrichtungen Plattformentwicklung oder Applikationsentwicklung.

Arbeitsgebiet

Informatikerinnen und Informatiker führen ihre Aufträge als Teil eines Teams aus. Einfache Projekte oder Teilprojekte leiten sie selbständig. Ihre Produkte und Lösungen erarbeiten sie in enger Zusammenarbeit mit verschiedensten Anspruchsgruppen (Stakeholder). Dazu gehören insbesondere Kundinnen und Kunden, Benutzerinnen und Benutzer, Lieferanten sowie externe Dienstleister. Ausserdem tauschen sie Wissen und Informationen in der Community aus. Informatikerinnen und Informatiker der Fachrichtung Plattformentwicklung sind zuständig für den Aufbau, den Betrieb und die Überwachung von Netzen, Diensten und Serversystemen. Sie stellen die Funktions- und Leistungsfähigkeit sowie die Energieeffizienz der ICT-Infrastruktur von Unternehmen oder Privatkunden sicher. Informatikerinnen und Informatiker der Fachrichtung Applikationsentwicklung realisieren Software-Lösungen für Produkte, Prozesse oder Dienstleitungen in unterschiedlichsten Branchen. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Kundenanforderungen in funktionierende technische Lösungen umgesetzt werden.

Wichtigste Handlungskompetenzen

Informatikerinnen und Informatiker begleiten ICT-Projekte als Mitarbeitende von Teams. Ihre Auftraggeber können interne Stellen oder externe Kundinnen und Kunden sein. Sie klären die Bedürfnisse der Stakeholder ab und übersetzen deren Ziele und Anforderungen in eine technische Sprache. Sie planen ein Projekt bezüglich zeitlicher und personeller Ressourcen und überwachen die Einhaltung der Ziele laufend. Dabei wenden sie projektspezifisch geeignete Vorgehensmethoden an, von herkömmlichen Projektmanagementmethoden bis zu agilen Herangehensweisen.

Der professionelle Umgang mit digitalen Daten ist eine zentrale Kompetenz von Informatikerinnen und Informatikern. Sie entwickeln geeignete Modelle zur Speicherung von Daten und treffen Massnahmen bezüglich Sicherheit und Datenschutz.

Im Rahmen ihrer Tätigkeit unterstützen sie Nutzerinnen und Nutzer, z.B. bei komplexen Supportanfragen, bei der Einführung neuer ICT-Lösungen sowie durch Beratung im Umgang mit Daten oder der Umsetzung von IT-Sicherheitsrichtlinien.

Informatikerinnen und Informatiker der Fachrichtung Applikationsentwicklung pflegen einen engen Austausch mit den Nutzerinnen und Nutzern und den Auftraggebern, damit sie frühzeitig über die sich wandelnden Anforderungen ihrer ICT-Lösung oder den Systemkontext informiert sind. Sie analysieren Nutzermodelle, erstellen Gestaltungsentwürfe und entwickeln Prototypen. In intensiver Absprache mit Stakeholdern und dem Team arbeiten sie die Umsetzungsvariante konzeptionell aus. Schliesslich implementieren sie diese anhand geeigneter Programmiersprachen. Qualität und Sicherheit überprüfen sie anhand eines Testkonzepts.

Informatikerinnen und Informatiker sorgen für eine reibungslose Auslieferung oder Bereitstellung ihrer Lösungen. Dazu definieren sie einen geeigneten Prozess und setzen diesen um. Sie nehmen abschliessende Tests vor und übergeben die Lösung schliesslich ihrem Auftraggeber oder Stakeholder.

Mediamatikerinnen und Mediamatiker sind Fachleute für die digitale Produktion und für die Gestaltung von digitalen oder analogen Medien. Sie entwickeln Marketing- und Kommunikationsmassnahmen und nutzen die aktuellsten Webtechnologien für deren Internetauftritt. Sie betreiben Social-Media-Kanäle aktiv und setzen Kommunikationsmittel zielorientiert ein. Sie führen einfache Projekte selbstständig durch.

Arbeitsgebiet

Mediamatikerinnen und Mediamatiker sind in der Unternehmenskommunikation, der ICT, im Marketing und in der Administration vielseitig einsetzbar.
Sie arbeiten in den Bereichen der Kommunikation, des Marketings und des Webdesigns. Sie vernetzen und koordinieren die Fachstellen, kommunizieren mit allen Anspruchsgruppen sowie den internen und externen Kunden.

Wichtigste Handlungskompetenzen

Mediamatikerinnen und Mediamatiker üben folgende Tätigkeiten aus: Sie…

  • nehmen digitale Rohdaten auf, verarbeiten, veröffentlichen und überprüfen diese selbstständig im Hinblick auf die geforderte Qualität;
  • entwickeln Designentwürfe, gestalten grafische Elemente und Layouts und bereiten diese für ein Zielmedium unter Beachtung der gängigen Regeln für die grafische Gestaltung auf;
  • erarbeiten Konzepte für analoges und digitales Marketing, setzen Kommunikationsmittel zielgerichtet ein und bewirtschaften Social-Media-Kanäle;
  • wirken in der Betriebsadministration mit, indem sie Anfragen von Kund/innen und Partner/innen bearbeiten, Sitzungen und Anlässe leiten und in drei Sprachen kommunizieren;
  • setzen ICT-Kompetenzen ein, bei der Erstellung von Webseiten und der Integration von interaktiven Komponenten achten sie auf die Benutzerfreundlichkeit und halten die Bestimmungen zum Datenschutz ein;
  • führen selbstständig einfache Projekte durch, von der Projektplanung bis hin zum Projektabschluss und der Produktübergabe an die Kundin oder den Kunden.

Startseite

  • berufsbeschreibung/thema/kap1.txt
  • Zuletzt geändert: 2024/03/28 14:07
  • von 127.0.0.1