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LU02b: Benutzer identifizieren

Sobald der grobe Scope steht, taucht die nächste Frage auf: Für wen entwickeln wir das genau?

Wer sind bspw. die Nutzer:innen der Mensa-App: Schüler:innen? Lehrpersonen? Mensapersonal?

Um ein Produkt wirklich auf die Zielgruppe zuzuschneiden, muss man diese Zielgruppe verstehen. Genau dafür nutzt man Personas und Proto Personas – fiktive, aber realistische Darstellungen von echten oder potenziellen Nutzer:innen.


📺 https://www.youtube.com/watch?v=netdG4sGYIA

Hier kommt die Proto Persona ins Spiel. Ein erstes, schnelles Werkzeug, um eine Vorstellung der Zielgruppe zu schaffen, bevor wir aufwändig recherchiert haben, oft direkt zu Projektbeginn.

Drei Merkmale:

  • Basiert auf Annahmen: Hypothesen und erstem Team-Wissen, nicht auf Daten
  • Schlank gehalten: Nur grobe Demografie, Ziele und mögliche Pain Points, keine Details
  • Stützt sich auf das, was das Team zu wissen glaubt, nicht auf echte Nutzerforschung


📺 https://www.youtube.com/watch?v=rv9yfrV-EAs&list=PLJOFJ3Ok_ids-oEPCltCVtmdDOXiyttpq&index=3

Eine Persona ist eine fiktive, aber forschungsbasierte Figur, die eine ganze Nutzer- oder Kundengruppe repräsentiert. Sie basiert auf echten Daten und hilft euch, Verhalten, Bedürfnisse und Ziele der Nutzer:innen zu verstehen.

Drei Merkmale:

  • Forschungsbasiert: Entsteht aus Interviews, Umfragen, Analytics und anderen Research-Methoden
  • Detailliert: Enthält Demografie, Motivationen, Ziele, Pain Points, teils auch Interessen und Einstellungen
  • Leitfaden für Design & Marketing: Hilft sicherzustellen, dass Produkt oder Kampagne wirklich zu den Bedürfnissen der Zielgruppe passt


👉🏽 Proto Persona: wenn noch kein Research vorliegt. Als Startpunkt für Team-Diskussionen 👉🏽 Persona: Sobald genug Daten vorhanden sind, um sie über den ganzen Entwicklungsprozess hinweg als verlässliche Referenz zu nutzen



  • Eine Proto Persona bleibt flexibel. Sie darf und soll angepasst werden, sobald neue Erkenntnisse dazukommen
  • Weniger ist mehr: Proto Personas brauchen nur die Basics, keine Detailtiefe
  • Eine Persona hingegen ist nie „fertig“, auch sie wird laufend validiert und weiterentwickelt, wenn neue Daten reinkommen

👉🏽 Auch hier zeigt sich wieder das Grundprinzip von vorhin: Nichts ist in Stein gemeisselt. Genau wie beim Scoping und bei den Maps gilt: erst ein grober Entwurf, dann laufende Anpassung anhand dessen, was ihr über eure Nutzer:innen lernt.


Quelle: https://medium.com/@tahnyybelguith/understanding-personas-and-proto-personas-f66cbe6bf535

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  • Zuletzt geändert: 2026/08/25 09:54
  • von gjenni